Praxis bekommt Bedeutung.
Eine Session kann enden und trotzdem etwas hinterlassen. Das Band fragt, was Kontrolle, Knien, Keuschheit, Schmerz oder geführte Lust über einen Menschen und seine Beziehungen erzählen.
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Zum ÜberblickWeiterDoc Demented · Persönliche Erklärung
Hier nimmt eine neue Religion Gestalt an, in der BDSM nicht geduldet oder nachträglich eingefügt wird, sondern ihre erkennbare Grundlage bildet.
Initiator · Erster Zeuge
Doc Demented
Mein Drang
Weil D/s für mich nicht an der Tür eines Spielraums endet. Ich habe diese Gedanken nicht am Schreibtisch gefunden. Sie entstanden in Erregung, Keuschheit, Kontrolle, Gehorsam, Schmerz, sexueller Führung und dem Moment, in dem ein Mensch mir seinen Körper und einen Teil seiner Freiheit freiwillig anvertraute.
In freiwilliger Hingabe und verantwortlicher Führung liegen Fragen nach Lust, Vertrauen, Selbstkenntnis, Macht, Würde und Bindung. Diese Erfahrungen verdienen mehr als Beschreibung – sie erhalten hier einen gemeinsamen religiösen Rahmen.
Der Entwurf beruft sich auf keine Offenbarung und keine Gottheit. Mein Antrieb kommt aus Erlebtem, Beobachtetem und Gedachtem. Daraus soll eine nicht übernatürliche Glaubensrichtung entstehen, die Menschen im D/s und im Leben Orientierung geben kann.
Warum mir eine BDSM-Seite nicht genügt
Doc Demented kann Lust, Dominanz und Fantasie sichtbar machen. Das Band soll daraus eine Haltung entwickeln, die auch dann trägt, wenn die Session vorbei ist.
Eine Session kann enden und trotzdem etwas hinterlassen. Das Band fragt, was Kontrolle, Knien, Keuschheit, Schmerz oder geführte Lust über einen Menschen und seine Beziehungen erzählen.
Eine BDSM-Seite kann Lust zeigen. Eine religiöse Ethik muss zusätzlich erklären, wann Macht würdig angenommen wird, wann Verzicht Führung ist und warum Widerruf unverletzlich bleibt.
Ein persönlicher Impuls kann verschwinden. Sprache, Manifest, Wege, Zeichen und Riten machen daraus etwas, das andere prüfen, weitertragen und später gemeinsam verändern können.
Meine Absicht
Nicht als Provokation, Dekoration oder bloße Sexualität. Dominanz, Submission, freiwillige Machtübertragung und verantwortliche Führung sind der Ausgangspunkt dieser Religion.
Viele Menschen erleben in D/s Erkenntnis, Entwicklung, Bindung und Verantwortung. Daraus entstehen eine gemeinsame Ethik, Zeichen, Wege, Grade und Riten.
Der erste Entwurf kommt von mir. Eine tragfähige Glaubensgemeinschaft kann aber nur entstehen, wenn Menschen prüfen, widersprechen, ergänzen und Verantwortung mittragen.
Meine Einladung an dich
Prüfe, ob dieser Gedanke auch in dir etwas berührt.
Lies ernsthaft. Stelle Fragen. Widersprich, wenn etwas nicht trägt. Erzähle mir, was fehlt. Und wenn du dir vorstellen kannst, dass daraus eine Gemeinschaft entsteht, zeige unverbindlich deine Resonanz.
Glauben und Gehorsam werden nicht verlangt. Dein Besuch, dein Interesse und eine spätere Mitgliedschaft übertragen mir keine persönliche D/s-Macht über dich.
Meine Grenze
„Diese Religion entsteht nicht, um Menschen zu besitzen. Sie entsteht, damit die Bedeutung freiwilliger Gabe ernst genommen wird.“
Verehrung meiner Person, Unfehlbarkeit und automatische Unterordnung haben hier keinen Platz. Wenn Das Band eines Tages nur durch Schweigen, Angst oder meine unangreifbare Stellung bestehen könnte, hätte es seinen eigenen Kern verraten.