„Sag es niemandem.“
Jemand verlangt Geheimhaltung oder behauptet, andere würden euch absichtlich trennen.
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Gedanken, Fantasien oder Neugier können lange vor dem 18. Geburtstag auftauchen. Das ist nicht ungewöhnlich und verpflichtet dich zu nichts. Gerade deshalb sind Schutz, Abstand und klare Grenzen wichtig.
Viele Menschen kommen schon als Jugendliche durch eigene Gedanken, Gespräche oder das Internet mit Fetischen und BDSM in Berührung. Das bedeutet nicht, dass mit dir etwas nicht stimmt. Es bedeutet aber auch nicht, dass du jetzt etwas ausprobieren, beweisen oder mit anderen teilen musst.
Ich selbst war noch nicht 18, als ich zum ersten Mal mit diesen Themen in Berührung kam. Deshalb steht hier nicht: Denk nicht darüber nach. Hier steht: Nimm deine Gedanken ernst, aber achte genauso ernst auf deine Sicherheit.
Ein Erwachsener darf deine Neugier niemals benutzen, um Geheimhaltung, intime Bilder, sexuelle Gespräche oder ein Treffen einzufordern. Diese persönliche Erfahrung ist keine Einladung zum Kontakt und keine Aufforderung, etwas auszuprobieren.
Du darfst eine Unterhaltung beenden, jemanden blockieren oder deine Meinung ändern. Auch wenn du vorher zugestimmt, geflirtet oder schon etwas geschickt hast.
Eine erwachsene Person trägt die Verantwortung, Grenzen einzuhalten. Sie darf diese Verantwortung nicht auf dich schieben.
Versprechen, Geschenke, Aufmerksamkeit, Schuldgefühle oder Angst machen aus Druck keine Zustimmung.
Ein einzelnes Zeichen kann schon reichen, um Abstand zu nehmen und mit einer vertrauenswürdigen Person darüber zu sprechen.
Jemand verlangt Geheimhaltung oder behauptet, andere würden euch absichtlich trennen.
Die Person macht widersprüchliche Angaben, weicht Fragen aus oder behauptet, viel jünger zu sein.
Aus kleinen Fragen werden intime Fragen. Ein Nein wird diskutiert, lächerlich gemacht oder später erneut übergangen.
Jemand bittet um intime Fotos, Videos oder einen Live-Chat – vielleicht erst als angeblichen Vertrauensbeweis.
Die Person droht, etwas zu veröffentlichen, den Kontakt abzubrechen oder dir die Schuld zu geben.
Du sollst allein kommen, niemandem den Ort sagen oder vorher deinen Standort und deine Pläne verbergen.
Nimm zuerst den Schritt, der gerade möglich ist. Es muss nicht alles auf einmal sein.
Antworte nicht weiter, wenn du dich unter Druck oder bedroht fühlst. Du schuldest keine Erklärung.
Sende keine weiteren Bilder, Videos, Adressen, Schulnamen oder Standortdaten. Bezahle auch kein gefordertes Geld.
Zeig den Verlauf einer erwachsenen Person, der du vertraust – etwa in deiner Familie, Schule, Jugendhilfe oder Beratung.
Nutze die Meldefunktion der Plattform. Blockiere den Account, wenn dadurch keine unmittelbare Gefahr größer wird.
Auch wenn du selbst etwas geschickt oder dein Alter anders angegeben hast: Du darfst dir Hilfe holen. Du bist nicht schuld daran, dass jemand dich unter Druck setzt.
Bei intimen Bildern: Leite sie nicht weiter und veröffentliche sie nicht. Notiere Nutzername, Profiladresse, Datum und Plattform. Frag eine Beratungsstelle oder die Polizei, wie Beweise sicher aufbewahrt werden sollen.
Diese externen Angebote ermöglichen einen schriftlichen Einstieg. Manche bieten moderierte Gespräche mit anderen Jugendlichen, andere eine vertrauliche Beratung auf Augenhöhe.
Im Jugendforum und in moderierten Gruppenchats kannst du dich mit anderen Jugendlichen austauschen. Qualifizierte Fachkräfte begleiten die Gespräche. Das Angebot ist anonym und kostenlos.
Zum Mitschreiben ist eine Anmeldung mit Nickname, Passwort und bestätigter E-Mail-Adresse nötig. Lesen und ein Einzelchat sind auch ohne vollständige Anmeldung möglich.
bke öffnenDas Angebot ist anonym, kostenlos und themenoffen. Neben der vertraulichen Onlineberatung gibt es wöchentlich einen moderierten Themenchat mit anderen jungen Menschen.
Das Thema des Gruppenchats wechselt. Du kannst vorher prüfen, ob der aktuelle Termin zu dem passt, was dich beschäftigt.
JugendNotmail öffnenGeschulte Jugendliche und junge Erwachsene beraten Gleichaltrige vertraulich und kostenlos. Das passt besonders bei Cybergrooming, sexueller Belästigung, Sextortion oder anderen Problemen im Netz.
JUUUPORT ist kein allgemeines BDSM-Forum. Es ist eine Anlaufstelle, wenn online bereits etwas unangenehm, übergriffig oder bedrohlich geworden ist.
JUUUPORT öffnenAuch bei moderierten Angeboten: Teile keine Adresse, Schule, intimen Bilder oder Standortdaten. Wechsle nicht vorschnell in private Messenger und verabrede dich nicht allein mit Menschen, die du nur aus dem Internet kennst.
Diese Angebote gehören nicht zu Doc Demented. Sie beraten professionell oder nehmen Meldungen entgegen.
Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Montag bis Samstag, 14 bis 20 Uhr. Der Anruf erscheint laut Anbieter nicht auf der Telefonrechnung der Eltern.
Angebot öffnenAnonym und kostenlos, auch bei Cybergrooming, Sexting-Problemen oder Erpressung mit Bildern. Das Portal bietet außerdem Online-Beratung und Hilfe vor Ort.
Hilfe-Portal öffnenHier kannst du ein Internetangebot melden, das illegal, jugendgefährdend oder entwicklungsbeeinträchtigend sein könnte. Für eine akute Krise ist eine Beratungsstelle der richtige Weg.
Verstoß meldenRuf 110 bei einer unmittelbaren Bedrohung oder Straftat. Ruf 112 bei akuter Lebensgefahr oder wenn dringend medizinische Hilfe gebraucht wird.
110 anrufenDu musst erst nichts beweisen. Du musst dich nicht schämen. Und du darfst eine zweite Person fragen, wenn die erste dich nicht ernst nimmt.